Die Französin Susanne Bohn hielt in Kunstgalerie am Büchnerhaus in Goddelau am Freitagabend, den 7.3.2026 anlässlich einer Veranstaltung zum Weltfrauentag einen spannenden Vortrag über das Leben und die Zeit der französischen Revolutionärin und engagierten Menschenfreundin Louise Michel. Diese galt als die Gallionsfigur der Kommune von Paris.
Mit großem Mut und viel Engagement setzte Michel sich für ihre Ziele "Kunst für alle, Bildung für alle, Brot für alle" in den 1870er Jahren in Paris ein, wurde, wie man erfuhr, mehrfach inhaftiert und selbst in Neukaledonien, wo man sie jahrelang gefangen hielt, sozial tätig.
Von ihren Gegnern wurde sie zeitlebens als hässlich diffamiert, wobei ihre schöne Seele, wie die von Susanne Bohn gezeigten Fotos zeigten, eine alles andere als hässliche Frau visualisierten, stattdessen eine nachdenkliche Frau mit großer Persönlichkeit, wenn auch nicht ins männliche Schönheitsklischee im Hinblick auf Frauen passend.
Das Leben dieser ungewöhnlichen Frau zum Thema des Weltfrauentages zu machen, fand ich mehr als nur lobenswert, weil Luise Michel für ein Frauenbild steht, das von Edelmut gezeichnet, in seiner Authentizität, in vieler Hinsicht ein Vorbild darstellt für alle, die Mitmenschlichkeit leben und nicht nur darüber sprechen wollen.
Susanne Bohn sprach vor der vollständig besetzten Kunstgalerie. Die Gäste, vorwiegend Frauen, machten deutlich, dass Themen des Weltfrauentages Männer offensichtlich noch immer ein wenig abschrecken.
Susanne Bohn hat es verstanden, in ihrem tollen Vortrag, den Geist der damaligen Zeit in das Hier und Heute zu übersetzen. Dafür allein schon: Chapeau!
Helga König
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