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Sonntag, 5. März 2017

Bericht zur Master Class Verkostung Israelische Weine, am 3. März 2017 im Wyndham Grand Frankfurt Hotel in Frankfurt/ Main

 Renée Salzmann
Die Veranstaltung "Master Class Verkostung Israelische Weine" wurde seitens des Vereins "Vinissima & Wein e. V." ausgerichtet. Dieser Verein ist ein bundesweites, berufsbezogenes und Generationen übergreifendes Netzwerk für Frauen, die als Winzerinnen, Önologinnen, Wissenschaftlerinnen, Weinhändlerinnen, Gastronominnen, Sommelieren, Journalistinnen oder im Wein-Marketing tätig sind. Näheres zu diesem Verein erfahren Sie auf der Website: Vinissima & Wein e. V.

Die gut besuchte "Master Class Verkostung Israelische Weine" fand in Räumen des Wyndham Grand Hotels in Frankfurt/Main statt. Moderiert wurde die Veranstaltung seitens Romana Echensperger, die die Weine, die zur Verkostung anstanden, vortrefflich beschrieb und zudem die israelischen Weingebiete sowie die 8 ausgesuchten Weingüter sehr anschaulich den Zuhörern nahe brachte.

Nicht nur Romana Echensperger, sondern auch israelische Winzer und deutsche Winzerinnen sprachen über die zur Verkostung anstehenden Weine und in diesem Zusammenhang über "Twin Wineries“. Dabei handelt es sich um bemerkenswerte Partnerschaften zwischen deutschen und israelischen Weingütern.

 Stefanie Dreissacker, Eva Raps
Die charmante  Israelin Renée Salzmann aus Tel Aviv, die auf der Veranstaltung auch zugegen war, ist die treibende Kraft der "Twin Wineries Initiative". Das Motiv, das ihrem Engagement zugrunde liegt, hat sie wie folgt formuliert: "Wein ist ein guter Botschafter, durch den Menschen in ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen. Wir wollen dazu beitragen, dass durch die Begegnung von Weinerzeugern und Weingenießern neue Freundschaften zwischen Deutschen und Israelis entstehen."


Wie man auf der Veranstaltung am letzten Freitag sehen konnte, gelingt  es bestens diesen Anspruch zu verwirklichen. Dafür gilt allen Akteuren ein großes Dankeschön.


 Andrea Wirsching
Etwa 250 Weingüter gibt es in Israel, erfuhr man von Romana Echensperger. Diese Weingüter befinden sich in den nachstehenden fünf registrierten Weingebieten;

Galiläa und Golanhöhen
Judäisches Flachland
Carmel Berge
Judäische Berge
Negevwüste

25% der israelischen Weine werden exportiert und zwar in die USA, nach Frankreich, Polen, Großbritannien, Kanada, Japan und Deutschland.

Bei den Weintypen handelt es sich um Rotweine (63%), Weißweine (16%), Schaumweine (8%) Roséweine (2%) und Süßweine( 11%).

Ze`ev Dunie, 
Vorgestellt  und verkostet wurden in Franfurt insgesamt 13 Weine der Weingüter: Bazelet Hagolan Winery, Kishor Vineyards, Maia Winery, Margalit Winery, Flam Winery, Seahorse Winery, Somek Winery, Tulip Winery und Vitkin Winery. 

Die Bezugsquellen der Weine wurden im Einzelnen genannt und können bei https://www.vinissima-ev.de/   nachgefragt werden.

Die deutschen Spitzenweingüter Hans Wirsching, Hans Lang-Kaufmann, Georg Mosbacher und Nik Weis-St. Urbanshof zählen übrigens zu diesen Bezugsquellen.

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass die Weine von "Seahorse" alle Namen eines verstorbenen Künstlers tragen. Der Seahorse-Kellermeister Ze`ev Dunie war übrigens früher Filmemacher. Er berichtete im Rahmen seines Vortrags  sehr spannend über seine Weine und seine Weinberge, die er ökologisch bewirtschaftet. In der israelischen Weinszene gilt dieser weltoffene Mann als Erneuerer. Seine Weine sind bei aller Reife sehr fein, elegant und dabei langlebig.

 Sabine Mosbacher-Düringer
Es wäre vermessen, über die 13 vorgestellten Weine aus 8 Weingütern  an dieser Stelle Werturteile abzugeben zu wollen, denn um einen  speziellen Wein ausgiebig schriftlich beurteilen zu können, muss man sich einen Abend lang auf ihn einlassen und sich völlig zurückgezogen mit ihm befassen. 

Deshalb wird es uns eine Freude sein, nach andächtiger Verkostung das eine oder andere israelische Weingut und dessen Weine im Laufe des Jahres auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorzustellen. 

Von den Weinen und der schönen Atmosphäre im Wyndham Grand Frankfurt- soviel kann an dieser Stelle gesagt werden- waren alle sehr angetan.

Am Ende der Verkostung rundete ein Imbiss mit Spezialitäten aus Israel die Veranstaltung vortrefflich ab. Zum Imbiss wurden wunderbare Weine der Deutschen Twin Weingüter Moosbacher, Wirsching und Hans Lang - Kaufmann gereicht. 

Helga König

 Eva Raps, Zeèv Dunie, Romana Echensperger






 Ze`ev Dunie,


 Helga König,  Marina Bernhard
 Andrea Wirsching (links)
Ze`ev Dunie, 

Fotos: Helga König

Freitag, 10. Februar 2017

Bericht zur Veranstaltung: „Vernetzen Sie sich“ am 9.2. 2017 in der Marketing Lounge im Alpha Rotex Gebäude (Gateway Gardens)

 Jürgen Schöntauf
Am 9.2. 2017 hatte man Gelegenheit in der Marketing Lounge im Alpha Rotex Gebäude in Frankfurt am Main/ Flughafen spannenden Vorträgen von Sinnstiftern, Impulsgebern und Menschen, die Vorstellungen von einer gelingenden Zukunft haben, zu folgen. 

Moderator war Jürgen Schöntauf, der Autor des Buches "Sinnstifter", mit dem ich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" ein Interview realisieren konnte.

Es sprach zunächst Dr. Kerstin Hennig, Geschäftsführerin der Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens, über ein Stadtquartier der Zukunft, das zugleich ein Sinnbild der Vernetzung darstellt. Hennig erläuterte die Werteorientierung von Gateway Gardens, der Grundstücksgesellschaft, die verantwortlich ist für die Entwicklung der ersten Airport City in Deutschland am Frankfurter Flughafen. 

Jürgen Schöntauf, dessen Buch "Sinnstifter" ich vor kurzem auf "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensiert habe, hat mit Dr. Kerstin Hennig für sein Werk ein langes Interview gemacht, weil man an "Gateway Gardens" gut erkennen kann wie Vernetzung von Tausenden von Menschen funktioniert, aus deren Ideen ein ganz spezieller Spirit entstehen soll. 

Rezension: "Sinnstifter"
Des Weiteren sprach Petra Kehr, die Geschäftsleiterin des Zukunftsinstituts in Frankfurt über die Arbeitsbereiche besagten Instituts, das in erster Linie Megatrends erforscht, die ihre Wirkung über Jahrzehnte entfalten. Dabei wies sie auf den Zukunftsreport 2017 von Matthias Horx hin. Es handelt sich um das Jahrbuch für gesellschaftliche Trends und Business-Innovation des Zukunftsinstituts. Fragen wie: Wie entwickeln sich Märkte und Gesellschaft? Worin liegen Chancen und Risiken? Und was sind die großen Treiber dieser globalen Veränderungsprozesse? kann man einer anderen Publikation des Zukunftsinstituts entnehmen, auf die gestern ebenfalls hingewiesen wurde. Es handelt sich hierbei um eine Mega- Dokumentation, bestehend aus 13 Einzelheften, die schon beim ersten Durchblättern versprach, lesenswert zu sein. 

 Roman Rochus, Gerhild Vollherbst
Jürgen Schöntauf sprach über sein Buch "Sinnstifter" und zeigte anhand von Sequenzen von derzeit beliebten Kinderspielfilmen wie negativ das Image von Unternehmern dort dargestellt wird. Die negative Einstellung, die dadurch bei Kindern gegenüber Unternehmern erwächst, wird an Schulen weiter gefestigt, so dass die meisten jungen Menschen mittlerweile am liebsten Beamte werden möchten. Eine fatale Haltung für unsere Gesellschaft, der man Sinnstiftendes entgegensetzen muss.

Es wird Zeit wieder  über alte Kaufmannstugenden zu sprechen und anhand von Beispielen zu zeigen, dass viele mittelständische Unternehmen nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern auf viele andere Werte setzen und diese in den Betrieben auch leben, weil sie wissen, dass Werte Sinn stiften und auf diese Weise Akzeptanz und Leistungsbereitschaft erhöhen.

 Sven H. Korndörfer, Jürgen Schöntauf
Auch der Vorstandsvorsitzende der "Wertekommission – Initiative Werte-  Bewusste Führung"  Sven H. Korndörfer sprach an diesem Spätnachmittag und berichtete von den Zielen der Wertekommission, die eine Initiative für Führungskräfte in Deutschland ist, die die Absicht haben, über alle Hierarchien hinweg, Wertemanagementsysteme zu installieren. 

Bei den präferierten Werten der Wertekommission geht es um sechs Kernwerte – Nachhaltigkeit, Integrität, Vertrauen, Verantwortung, Mut und Respekt. 

Sie bilden die Grundlage der Arbeit der Wertekommission und werden auf den regelmäßig stattfindenden Werteforen intensiv diskutiert, auch geschärft, neu gefasst und wieder überarbeitet. 

 Boris Thomas

Die Vorträge, aber auch die Diskussion im Anschluss daran zeigten wie bewusstseinsbildend Jürgen Schöntaufs Buch "Sinnstifter" tatsächlich ist. Spannend auch war es, den Diskussionsbeiträge einiger Gäste mitzuverfolgen, so etwa des Unternehmers Boris Thomas (Lattoflex) und des Geschäftsführers von GrundEcht, Roman Rochus, die dem Themennachmittag alles andere als blauäugig gegenüber standen und auf diese Weise zur Gedankentiefe beitrugen.

Sich der Nachhaltigkeit, Integrität, Vertrauen, Verantwortung, Mut und Respekt verpflichtet zu sehen, ist unumgänglich, wenn ein Unternehmen Bestand haben will. Erfolgreiche Traditionsunternehmen wissen das. Dazu auch:  Tradition und Innovation- Bayerische Familienunternehmen und ihre Erfolgsgeschichten 


Bilder  und Text: Helga König