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Dienstag, 30. April 2019

Impressionen- VDP. Wein Börse 2019- Die weltweit größte Fachmesse für deutschen Spitzenwein, Mainz, 29.4. 2019

 Helga König,  Joachim Heger,
Weingut Dr. Heger/Ihringen, Baden
Am 28. und 29. April haben die VDP.Prädikatsweingüter zum 47. Mal zur VDP.Weinbörse nach Mainz in die Rheingoldhalle eingeladen. Dort trafen sich wie jedes Jahr internationale Gastronomen und Fachhändler bei der weltweit größten Fachmesse für deutsche Spitzenweine.

Insgesamt 186 der 195 VDP.Weingüter präsentierten ihre Jahrgangskollektionen. Mehr als 1.600 verschiedene Weine und Sekte wurden an den beiden Messetagen ausgeschenkt. Die Erwartungen an den Jahrgang 2018 sollen im Vorfeld groß gewesen sein. Dass er gehalten hat, was er versprochen habe, zeige sich an den durchweg positiven Reaktionen des internationalen Fachpublikums. 

 Jörg Lanius
Weingut Lanius Knab/OberweselMittelrhein
Der Jahrgang 2018 wird – seitens des  VDP als "kraftvoll, fruchtbetont mit frischer Säure", aber auch "muskulös und dabei sehr elegant" beschrieben. 

VDP.Präsident Steffen Christmann zeigte sich sehr zufrieden, dass nach dem kleinen Jahrgang 2017 "endlich wieder ausreichend Menge im Keller ist".

Im fünften Jahr zeichneten die VDP.Prädikatsweingüter und das Magazin meiningers sommelier den "VDP.Traubenadler Sommelier aus. Deutschlands Sommeliers waren aufgerufen, sich mit dem besten Konzept für VDP.ORTSWEINE zu bewerben. Die Verleihung fand während der Eröffnung der 47. VDP.Weinbörse am 28. April 2019 in Mainz durch VDP.Präsident Steffen Christmann und Sascha Speicher, Chefredakteur meinigers sommelier, statt. 

Die #Weinbörse - das möchte ich hier betonen - liefert für Weingenießer erste Eindrücke und macht erforderlich, dass man zuhause den eigentlichen Test der Weine vornimmt, die man sich aufnotiert hat. 

 Rebecca und Judith Crusius
Weingut Dr. Crusius/Traisen
Nahe
Unsere Weinbesprechungen nach ausgiebiger Klausur können Sie auf unseren Weinseiten nachlesen:

Wein, Winzersekt, Champagner- Buch, Kultur und Lifestyle - Das Online-Magazin für den anspruchsvollen Leser. 

Wein- und Sektpakete, Spirituosen, Gewürze, Feinkost - Buch, Kultur und Lifestyle- Das Online-Magazin für den anspruchsvollen Leser 

Nach meiner Wahrnehmung waren unter dem Fachpublikum ganz ähnlich wie auf der Pro Wein 2019 auffallend viele Asiaten. Das dürfte den VDP Mitgliedern bei der erwähnten  Menge Wein im Keller - bei ohnehin großer Nachfrage-  natürlich gefallen. 

An dieser Stelle einige visuelle Eindrücke von der 2019 VDP.Weinbörse- Rheingoldhalle, Mainz. 28, und 29. April 2019 

 Helga König

 Klaus Muth, Weingut Rappenhof/AlsheimRheinhessen,
  
Helga König




  Terroir
 Gebr.Haart
Weingut Johannes Haart/Piesport/Mosel
 Christiane Störrlein- Krenig,
Weingut Störrlein Krenig, Randersacker, Franken
 Kazuo Hoshino
German Wine Import&Distribution
Tokyo/Japan
 Günther Jauch
Weingut von Othegraven, Kanzem/Saar 
Karl-Heinz Hamm,
Weingut Hamm/Oestrich WinkelRheingau
 Fachbesucher aus China
 Clemens Busch, Weingut Clemens Busch (links),Joachim Krieger. Edition Krieger, rechts.
  Christian Schiller

Helga König, Karl-Friedrich Groebe
Weingut Groebe,


Text und Fotos: Helga König



Samstag, 27. April 2019

#Stella_Deetjen erhält den internationalen Umweltpreis „Trophée de femmes 2019“

Stella Deetjen holt für Deutschland den mit 10.000 Euro dotierten "Grand Prix International Trophée de femmes 2019" für ihr Projekt „Einsatz für Erhalt der Ökosysteme und Lebensräume Nepals – Back to Life e.V."

 Stella Deetjen
Foto: Back to Life 
Paris – Die Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" hat im Jahr 2019 drei Frauen aus dem deutschsprachigen Raum mit dem Umweltpreis "Trophée de femmes" ausgezeichnet. Stella Deetjen, Cornelia Wieser und Elke Mannigel wurden für ihr außergewöhnliches Engagement im Umwelt- und Naturschutz bei der nationalen Preisverleihung geehrt. In Paris wurde jetzt im Rahmen einer internationalen Ausscheidung aus zwölf Ländern Stella Deetjen als internationale Preisträgerin gefeiert. 

Stella Deetjen ist die erste Preisträgerin des Umweltpreises „Trophée de femmes 2019“ aus dem deutschsprachigen Raum und hat dafür bereits ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro erhalten. Jetzt wurde Stella Deetjen darüber hinaus mit dem "Grand Prix International Trophée de femmes 2019" der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ ausgezeichnet, der mit weiteren 10.000 Euro dotiert ist. Stella Deetjen aus Bad Homburg hat die internationale Jury überzeugt. Der internationale Preis, der Grand Prix International, wurde unter den ersten nationalen Preisträgerinnen aller zwölf Länder vergeben, die jeweils den nationalen "Trophée de femmes 2019§ ihres Landes gewonnen haben. Die Deutsche Stella Deetjen machte das Rennen und gewann den Grand Prix International 2019. 

Im neu eröffneten Auditorium des renommierten "Institut de France" in Paris direkt an der Seine fand die bewegende internationale Preisverleihung statt. Völlig überwältigt nahm Stella Deetjen nach der Laudatio den internationalen Umweltpreis "Trophée de femmes" entgegen. Stella Deetjen wurde für ihr Projekt "Einsatz für Erhalt der Ökosysteme und Lebensräume Nepals – Back to Life e.V.! ausgezeichnet. "Damit habe ich wirklich nicht gerechnet!", sagt Stella Deetjen bei der Preisübergabe und strahlt. "Der Grand Prix International motiviert mich ungemein. Er wird mein Team anspornen und all die Menschen in Nepal. Wir werden weitermachen und noch viel, viel mehr erreichen. Ich danke der "Fondation Yves Rocher" für diese erneute Auszeichnung und Anerkennung für meine Arbeit“, erläutert Stella Deetjen anlässlich der internationalen Preisverleihung in Paris. 


Ihr Back to Life - Team

Back to Life e.V.
Louisenstraße 117

 D-61348 Bad Homburg v.d.H. Deutschland

Dienstag, 19. März 2019

Messeimpressionen: Pro Wein 2019 - Düsseldorf

 Am Stand von Greatwall/China
Die 25. #Pro_Wein teilt in ihrer Abschlussmeldung mit, dass insgesamt rund 61.500 Fachbesucher (2018: 60.500) aus Handel und Gastronomie zwischen dem 17. -19. März 2019 auf die Messe nach Düsseldorf kamen und damit ein erneuter Besucherzuwachs zu verzeichnen ist. 

Die Besucher kamen aus 142 Ländern (2018: 133 Länder). Dabei sollen sie sich in erster Linie für Weine aus Deutschland, Italien, Frankreich sowie Spanien interessiert haben. Was nicht unbedingt wundert, denn von den knapp 7.000 Ausstellern kamen allein aus Italien (1.700), Frankreich (1.650), Deutschland (980), Spanien (620). Dazu waren u.a. noch aus Übersee (700 Aussteller), Portugal (380), Österreich (330) auf der Messe vertreten. 

Neben den unendlich vielen interessanten Weinen, wurden 400 Spirituosen-Spezialitäten vorgestellt. Dazu gab es noch eine Craft-Sonderschau mit über 100 Anbietern von Craft-Bier, Craft-Spirituosen sowie Cider als auch eine Champagne Lounge mit rund 50 traditionsreichen Champagnerhäuser und rund 180 Champagner -Marken im gesamten Champagnerbereich der ProWein.

Die große Verkostungszone präsentierte die Siegerweine der Frühjahrsausgabe von MUNDUS VINI und der Biobereich beeindruckte durch die Präsenz aller führenden internationalen Bioweinverbände zusätzlich zu den etwa 300 Anbietern von Biowein. 

 Messehostessen kurbeln
die Vermarktung von
Spirituosen an
Um einen Wein zu testen und darüber Aussagen zu treffen, benötigt man Ruhe. Deshalb geht es mir bei  Messe eher um einen Gesamteindruck, jedoch auf keinen Fall darum, mir Geschmackeindrücke zu verschaffen oder gar Vergleiche anzustellen. Selbst wenn man auf einer solchen Messe nur ein paar Tropfen von den einzelnen Weinen, zu denen man sich entschieden hat, verkostet, sollte man sich mit Wertungen zurückhalten. 

Mit viel Interesse habe ich mich in diesem Jahr den österreichischen, den portugiesischen und argentinischen, aber auch den französischen, speziell den elsässischen Weinen zugewandt. Darüber werden wir im Laufe des kommenden Jahres auf "Buch, Kultur und Lifestyle"gewiss mehr berichten. 

Eine überaus freundliche Chinesin klärte mich über die Weinregionen in China auf, präsentierte auf Fotos chinesische Chateaux und ließ mich einige ihrer Rotweine probieren. Der Cabernet Sauvignon trocken von Greatwall macht mich wirklich neugierig. China ist  bekanntermaßen die Zukunft. Das muss keineswegs negativ gesehen werden, denn Weltoffenheit ist stets bereichernd und schafft neue Möglichkeiten. 

Meine Eindrücke  auf der Pro Wein 2019 waren vielfältig und wir freuen uns schon jetzt, Weine, die auf der Messe präsentiert wurden, auf "Buch, Kultur und Lifestyle" besprechen und vor allem Interviews mit den Winzern machen zu können.

Damit Sie einen Messe-Eindruck erhalten, möchte ich einige Impressionen an dieser Stelle zeigen.

 #Katharina_Baumgartner
Domäne Baumgartner/Weinviertel-Österreich
 Leon  Gold
Weingut Gold
Weinstadt Gundelsbach/Baden Württemberg

 Kevin Bircker
Familie Hugel/Riquewihr
Frankreich
 Theresa Haider
Weingut Haider/Illmitz/Burgenland
Österreich
 Christoph Salzl, Helga König
Illmitz/Burgenland-Österreich
 Dietmar Hasler
Winzerkeller Neckenmarkt
Neckenmarkt/Österreich
 Messeimpression
 Messeimpression 
       
Sven Nieger
Weingut Sven Nieger
Baden-Baden
 Messeimpression

Florian Alphart
Weingut Alphart, Traiskirchen-Österreich
 Erich Lustig
Weingut Erich Lustig
Pulkau /Österreich
 Messeimpression
 Helga König, Albert  Kallfelz
Weingut Kallfelz/Mosel
Tobia und Melanie Jung
Weingut -Jung Knobloch/Albig
 Séverin Schlumberger
Domaine Schlumberger/
Guebwiller/Frankreich
 Messeimpression
 Charmante Lettin
 Weingut  Hans und Christine Nittnaus
Gols/Burgenland
Quinta Do Paral
Portugal


Text und Bilder: Helga König

Mittwoch, 27. Februar 2019

AUSGEZEICHNETES ENGAGEMENT – ENTWICKLUNGSHELFERIN #STELLA_DEETJEN ERHÄLT DEN UMWELTPREIS "TROPHÉE DE FEMMES" 2019

 Stella  Deetjen
Mit dem Umweltpreis "Trophée de femmes" der Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" werden Frauen mit herausragendem Engagement für die Natur und Umwelt ausgezeichnet und gefördert. Stella Deetjen hat bei der diesjährigen Verleihung am 22.02.19 in der Bretagne den 1. Preis gewonnen und erhielt 10.000 € Förderung für ihre Projekte.

"Über diese Auszeichnung freue ich mich sehr, weil sie den Einsatz von Back to Life für die Umwelt, den Klima- und Ressourcenschutz hervorhebt. Wir sind jetzt bei jährlich über 4000 Tonnen Treibhausgas, die wir durch unsere Projektarbeit mit den Dorfbewohnern einsparen und das ist ein gutes Gefühl. Es liegt in unserer Verantwortung, es ist höchste Zeit, unseren Planeten zu schützen," kommentiert die Back to Life-Gründerin. Die Jury zeichnete explizit die vielfältigen und ineinandergreifenden Hilfsprogramme von Back to Life in Nepal aus, die von Stella Deetjen initiiert wurden und dabei helfen, natürliche Ressourcen zu schützen sowie Lebensräume und Ökosysteme zu erhalten.

 Stella Deetjen
Die Arbeit von Back to Life erzielte dabei konkrete Ergebnisse:

Durch die Installation von 2.421 energie-effizienten, "rauchfreien" Öfen in der Hochgebirgsregion Mugu, 2.649 Solarlichtanlagen in Mugu und Chitwan sowie 57 Biogasanlagen in Chitwan können Emissionseinsparungen von ca. 4.164 t COÇ pro Jahr erzielt werden (akkumulierter Effekt). Der Feuerholz-Verbrauch der Dorfbewohner reduzierte sich dank der Öfen um bis zu 50 % – gleichzeitig nimmt dadurch die Abholzung der Wälder ab. Die Familien erfahren einen deutlichen Rückgang bedingter Krankheitsfälle, da die Luftverschmutzung in den Häusern um 90% verringert werden konnte. Back to Life versorgt mittlerweile fast 30% der knapp 10.000 Haushalte in dem schwer zugänglichen Mugu mit sauberer Energie. -

Die begleitenden landwirtschaftlichen Programme, die Errichtung von einfachen Gewächshäusern und die Pflanzungen von Obstbäumen tragen zusätzlich dazu bei, unter den Bewohnern ein wachsendes Bewusstsein für eine ökologische und effiziente Landwirtschaft zu schaffen. Für die junge Generation initiiert Back to Life diverse Umweltaktionen an Schulen: Vom Begrünen der Schulhöfe über das Sammeln von umherliegendem Müll in den Dörfern inkl. anschließender Recycling-Verwertung bis hin zum Austausch über den Klimawandel und andere Umweltthemen.

"Dank des Umweltpreises "Trophée de femmes", der jährlich in zwölf Ländern vergeben wird, konnten in den letzten 16 Jahren über 400 Frauen ausgezeichnet werden, die sich mit besonderer Leidenschaft dafür einsetzen, dass unsere Erde grüner wird,“ so Claude Fromageot, Direktor der Umweltstiftung „Foundation Yves Rocher“. Unter 20 Kandidatinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden Cornelia Wieser aus Wien mit dem 2. Preis für ihren Einsatz für die Flüsse auf dem Balkan geehrt und Elke Mannigel aus Bonn mit dem 3. Preis für Tropenwaldschutz und Armutsbekämpfung in Guatemala. „Auch wenn wir in ganz anderen Ländern tätig sind, tut es gut, sich auszutauschen. Im Nu waren wir in Gespräche vertieft, die uns rund um die Welt führten. Das war sehr interessant und hat jede von uns bereichert," sagt Stella Deetjen.

Photocredit: Fondation Yves Rocher Vincent Guihur
Weitere Informationen: www.back-to-life.org

 Stella Deetjen
HINTERGRUND-INFORMATION ÜBER STELLA DEETJEN:

Eine Reise als Rucksacktouristin Anfang der 90er Jahre durch Indien änderte ihr Leben: Stella Deetjen war Anfang 20 und plante Fotografie in Rom zu studieren. Als sie jedoch in der heiligen, indischen Pilgerstadt Benares (heute Varanasi) krank wird, hilft ihr ausgerechnet ein Bettler mit verstümmelten Händen und Füßen. Dieser an Lepra erkrankte, alte Mann fragt die junge Touristin, ob er ihr helfen könne. Stella Deetjen ist tief berührt und beschämt: Ein "Unberührbarer", selbst stark hilfsbedürftig, bietet der Touristin aus einem reichen Land selbstlos Hilfe an. Diese Begegnung führte zur Entscheidung in Indien zu verbleiben, um Leprakranke und ihre Angehörigen zu unterstützen. 

Stella Deetjen startete alsbald eine mobile Straßenklinik zur Behandlung von Leprakranken in Benares, kämpft für die Rechte der Benachteiligten, eröffnete 3 Kinderheime und 13 non-formale Slumschulen. 1996 gründet sie schließlich zusammen mit ihrem Bruder Wolf Deetjen die Hilfsorganisation „Back to Life e.V.“ – von Beginn an mit der Philosophie, "Hilfe zur Selbsthilfe" anzubieten. Die Programme in Benares liefen schließlich nach über 20 Jahren im Dezember 2017 aus, da die selbst gesteckten Ziele für die dortige Unterstützung von ca. ehemals 120 Kindern und 150 Leprakranken als erreicht angesehen wurden. Schon 2009 richtete sich der Blick von Stella Deetjen nach Nepal. Back to Life widmet sich dort dem Bau von bis heute 21 Schulgebäuden und 7 Geburtshäusern (bis 2020 werden es bereits 13 sein) sowie dem Angebot vieler sozialer und medizinischer Programme. Insgesamt profitieren nach aktuellem Stand derzeit bis zu 45.000 Menschen in Nepal von den Hilfsprojekten der Organisation.

2016 veröffentlicht Stella Deetjen ihr Buch "Unberührbar – Mein Leben unter den Bettlern in Benares", in dem sie von den Anfangsjahren ihrer Arbeit und des Vereins erzählt. Im gleichen Jahr trifft sie auf Papst Franziskus. Bereits 2006 wurde ihr von Michail Gorbatschow in New York die Auszeichnung "Women’s World Hope Award" verliehen.

Stefan Becker- Back to Life

Bilder: Back to Life

Dienstag, 22. Januar 2019

Frohe Botschaften aus dem Weingut Mohr: Eiswein, der Wein, der aus der Kälte kommt.

 Lorcher Weinprinzessin
Mara Schneider
Im vergangenen Jahr haben wir Weine des Weinguts Mohr auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt und auch ein Interview mit Jochen Neher, dem Besitzer des Weinguts, realisieren können.

Heute, am 22.1.2019,  erreichte uns die tolle Nachricht, dass heute früh, noch bei Mondlicht und - 8.5 °Grad C, dank vieler fleißiger Helfer, unterstützt von der amtierenden Lorcher Weinprinzessin Mara Schneider die Trauben für den Eiswein rasch geerntet wurden, damit sie sofort gekeltert werden konnten. 

Um Eiswein herzustellen, ist es notwendig, dass die Trauben länger als üblich an den Reben bleiben und bei Temperaturen unter - 7 ° Grad C geerntet werden. 

 Eisweintrauben
Weingut Mohr
Die Voraussetzungen für einen sehr guten und haltbaren Eiswein sind bei 350 Liter und 150 Öchsle bestens gegeben, teilt das Weingut mit. 

Jochen Neher wird mit seinem Eiswein den vermutlich einzigen bioveganen Eiswein  aus dem Rheingau  für das Erntejahr auf den Markt bringen und damit sehr zufrieden sein können. 

Damit wird nun das Motto Tausend&Ein Geschmack des Weinguts mit seiner Straußwirtschaft und dem türkischen Kochkurs um eine weitere Komponente bereichert werden. 

Helga König


Fotos: Weingut Mohr

Mittwoch, 21. November 2018

Bericht: Weinpräsentation in der Villa Kennedy, Frankfurt, Montag, 19. November 2018, von 15.00- 17.00 Uhr

Herta Stiegelmar (Weingut JURIS, Burgenland),
 Helga König
Eine kleine Auswahl Deutscher Spitzenweingüter präsentierte am 19. November 2018 im repräsentativen Rahmen im 5 Sterne-Hotel  "Villa Kennedy" in Frankfurt hochwertige Weine einem  sichtlich interessierten Publikum. 

Rechtzeitig zum bevorstehenden Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel hatten Weinliebhaber Gelegenheit, sich genau zu überlegen, was sie an den Festtagen auf den Tisch bringen möchten. Es wurde viel verkostet, auch diskutiert und vor allem bestellt. 

Die #Villa_Kennedy ist ein Fünf-Sterne-Hotel in Frankfurt/Sachsenhausen und eines der schönsten und am ruhigsten gelegenen Luxushotels in der Bankenstadt. Hier also stellten  nachstehende Weingüter ihre Pretiosen vor: 

Weingut JURIS 
Weingut Adeneuer 
Weingut Aldinger 
Weingut Drautz-Able 
Weingut Hans Wirsching 
Weingut Dr. Heger 
Weingut Künstler 
Weingut Knipser
Weingut Salwey 
Weingut Schloss Proschwitz 
Weingut Schloss Saarstein 
Weingut Schloßgut Diel 

Bis auf das Weingut JURIS gehören alle angeführten und in der Villa Kennedy vertretenen Weingüter dem VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) an. 

 Axel und Herta Stieglemar, Weingut JURIS,
Burgenland
Das #Weingut_JURIS ist in Gols im Burgenanland in Österreich ansässig. Inhaber dieses Weingutes ist das charmante Winzerehepaar Axel und Herta Stiegelmar, das schon seit vielen Jahren nach Frankfurt kommt, um dort in der Villa Kennedy ihren Wein zu präsentieren. 

Die Familie Stiegelmar betreibt bereits seit 1571 Weinanbau in Gols. Dabei sind 80% ihrer Weine Rotweine und hier in erster Linie Pinot noir und St. Laurent. Die verbleibenden 20% Weißweine umfassen Chardonnay, Sauvignon blanc, Muskat Ottonel und Gewürztraminer. Die Selection umfasst Weiß- und Rotweine, die sich durch ihren primären Sortentypus auszeichnen. Die Reserve stammt von Reben, die mindestens 15 Jahre alt sind und deshalb mehr Mineralität und Eigenständigkeit zeigen. Ergänzt wird das Sortiment durch Süßweine, Sekte und Destillate. 

Mein erster Eindruck von einigen der vorgestellten Weine und dem Sekt Rosé dieses Weinguts  hat mich sehr neugierig auf eine andächtige Verkostung gemacht, denn in der Villa Kennedy alle Weine durchzuprobieren, dazu noch zu beurteilen und öffentlich darüber zu schreiben, halte ich für ein gewagtes und letztlich auch unfaires Unterfangen. 

 Christian Ebert, Schloss Saarstein
Gefreut habe ich mich, erneut die wunderbaren Weine vom Weingut Dr. Heger probieren zu dürfen, die mich immer wieder begeistern, weil sie stets ihr hohes Niveau halten. Schade, dass der Weltwinzer Joachim Heger nicht da sein konnte, ihm hätte ich gerne zum Klimawandel einige Fragen gestellt.

Spannend waren für mich die Weine von Schloss Saarstein aber auch das Gespräch mit dessen Inhaber Christian Ebert, der vortreffliche Rieslinge kreiert. Nicht unerwähnt allerdings soll bleiben, dass sein Gutswein, ein Pinot Blanc trocken bemerkenswert gut schmeckt. 

Den "2017 er Kalkmergel Chardonnay & Weißburgunder trocken"  aus dem Weingut Knipser möchte ich nochmals in aller Ruhe genießen. Mein spontaner Eindruck: außerordentlich gelungen. 

Die Weine aus dem Weingut Wirsching beeindrucken stets aufs Neue, auch hier gilt:  das Niveau ist gleichbleibend hervorragend.  Das auch kann man von den Weinen des Weinguts Künstler und  den Weinen von Schloss Proschwitz  ohne Bedenken sagen.

 Helga König, Armin Diel, Schlossgut Diel, Nahe
Die vorgestellten Weine von Schlossgut Diel habe ich fast alle probiert, während ich mich angeregt mit #Armin_Diel unterhielt, von dem man übrigens viel lernen kann und war begeistert wie vortrefflich die neue Generation dort im Schlossgut ihr Handwerk versteht. 

Die "Prestige Cuvée Victor Réserve" ist ein absoluter Festtagswein, den man sehr andächtig genießen sollte und der "Sekt Goldloch VDP. Große Lage Brut Nature" hat das Niveau hervorragender Champagner oder auch der Sekte, die in Österreich beispielsweise #Willi_Bründlmayer zu kreieren in der Lage ist.

Alle Weine, die auf der Verkostung angeboten wurden, sollten zu Hause mit Bedacht genossen werden, bevor man endgültig darüber urteilt.

 Marc Adeneuer,
Weingut J.J. Adeneuer
In dieser kalten Jahreszeit sorgen Rotweine natürlich für besonders großes Interesse wie man dies am Stand des  sehr herzlichen Ahrwinzers Marc Adeneuer unschwer erkennen konnte. 

Was erneut auffiel? Die Weingenießer, die man auf Degustationen antrifft, werden immer älter. Offenbar informieren sich junge Weinfreunde eher im Internet. Es kann nicht hinwegdiskutiert werden, dass der Zeitgeist auch hier deutlich erkennbar ist. 

Der eigentliche Marktplatz, auch für hochwertige Produkte, hat sich schon längst in den sozialen Netzwerken etabliert und er wird größer und immer attraktiver. Wer verkaufen möchte, findet dort seine Kunden, sollte sie dort abholen und mit ihnen kommunizieren.

Helga König

Montag, 29. Oktober 2018

Bericht zur kulinart 2018 - Genussmesse in Frankfurt am 27. und 28.10.2018 im Bockenheimer Depot

Cotrada  Malopasso
Foto: Helga König
Am 27/28.10.2018 fand in Frankfurt/Main im Bockenheimer Depot die kulinart 2018 zum 15. Mal statt. Auf dieser kleinen, aber feinen Messe mit rund 80 handverlesenen Ausstellern geht es um Authentizität. Die Manufakturen, die hier präsent sind, achten auf Qualität und Nachhaltigkeit im Herstellungsprozess ihrer Produkte und lassen die Besucher der Messe gerne an ihrem breitgefächerten Fachwissen teilhaben. 

Auch im diesjährigen Jubiläumsjahr der kulinart wurden regionale und internationale Spezialitäten angeboten und sogar vor Ort zubereitet.

Frankfurt assoziiert man nicht grundlos mit Apfelwein und der entsprechenden Kneipenlandschaft in Sachsenhausen. Um den Messerundgang traditionell zu beginnen, stand eine Verkostung am Stand vom "Obsthof am Steinberg" aus Frankfurt als erstes auf dem Programm. Bei Andreas Schneider, dem Inhaber dieses Obsthofes wird die Apfelweinkultur groß geschrieben. Bereits seit 1994 betreibt er kontrolliert biologischen Anbau von über 250 Obstsorten. Seine Apfelweine und sein Cidre schmecken exzellent, davon konnte man sich auf der Messe überzeugen. 

Physi-Naturprodukt
Foto: Helga König
Ein hohes Niveau auch haben die Grand Cuveés von Pomp und BioESS. Die Familie Höhl befasst sich seit 1779 mit ihrem Handwerk. Dabei sind das Edelste ihre Grand Cuvées Rosé und Blanc- eine historische Cuvée aus Rheingauer Rieslingsekt und Champagner- Reinette. Apfelessige werden bei Dr. Höhls auch hergestellt. Es sind sonnengereifte Äpfel, die auf regionalen Streuobstwiesen geerntet und zu erstklassigem veganem Apfelessig verarbeitet werden. 

Bembel Gin wurde von der Ship it GmbH angeboten. Kjetil Dahlhaus aus Butzbach-Ostheim wartete mit Apfelweinen Apfelweinmischgetränken, Apfelschnaps und Apfelschorle Natur auf. Seine Firma "Born in the Wetterau“ wurde auf der Internationalen Apfelweinmesse dreimal in der Folge- das letzte Mal in diesem Jahr- zum "Best of Apfelwein" gewählt. 

 Sergio Muto
Foto: Helga König
Neben sehr guten Ölen, Kaviar und Lachs und fein gewürztem elsässischen Speck, hatte man Gelegenheit an einigen Ständen italienische Köstlichkeiten zu probieren, so etwa von La Fattoria, die primär Delikatessen aus Kalabrien anbieten. Der Inhaber Sergio Muto wurde 2012 zum Pesto-Weltmeister gekürt. Seine Kreation schmeckt einfach vortrefflich, wie man sich auf der Messe überzeugen konnte.

Sehr delikat auch sind die Fischkonserven aus der Firma "Manger Trouve". Sardinen, Thunfische, Makrelen, Muscheln, Tintenfische aus Portugal und Spanien vom feinsten sind hier zu haben. Dazu ein gelungenes Design, was die Verpackung anbelangt. Daumen hoch. Erste Sahne.

 Riffelmanns Manufaktur GmbH
Foto. Helga König
Was noch? Tolle Senfe aus der "Riffelmanns Manufaktur GmbH". Diese Senfe werden in Handarbeit nach den traditionellen Kaltmahlverfahren hergestellt und schmecken sensationell. 

Der Rheingau Affineur veredelt Käse kleiner Produzenten in einem Jahrhundertealten Gewölbekeller in Eltville-Erbach . Diese wunderbaren Käse passen natürlich bestens zu einem guten Glas Wein. 

Hier möchte ich hervorheben die Weine am Stand von Château D`Arlus, einem Bioweingut im Südwestfranzösischen Gaillac, die Weine am Stand des Ovinho Portugal Import, die Weine am Stand des Weinguts Sandwiese in Worms und die Weine am Stand des Georgisches Weinimporteurs Kartli UG .  Sie alle sollte man probieren.

 Château D`Arlus
Foto: Helga König
Gourmetfleisch.de war auch auf der Messe und wurde dort sehr gut besucht und richtig spannend wurde es am Stand des Hoflädchens Ochsenschläger, dessen Produkte überzeugen. Ebenfalls überzeugt haben die angebotenen Produkte der Landfleischerei Opfer aus Ringgau, einer kleinen Manufaktur, die traditionelle Handwerkskunst mit modernster technischer Herstellung verbunden haben. 

Zuckerfreie Marmeladen vom Feinsten stellen Physi- Naturprodukte her. Diese Marmeladen haben ein geradezu umwerfendes Aroma. Dazu ein Guggenheimer Coffee, einer Rösterei aus Berlin und der Tag ist gerettet, weil man hellwach ist. 

Sollten noch Wünsche offen bleiben, dann bleibt noch Sandner edle Früchte aus Italien. Seine Früchte sind ein absoluter Geheimtipp, äußerst geschmackvoll und reich an Vitaminen. 

Diese und viele andere Köstlichkeiten machten die Messe zu einem Hochamt für alle, die gerne genießen,  natürlich auch die feinen Grand-Cru-Champagner aus Ambonnay. 


Text: Helga König
 Weingut Sandwiese,  Michaela Becker
Foto: Helga König
 Landfleischerei Opfer, Ringau
Foto: Helga König
 Die Trüffelmanufaktur
Foto: Helga König
 Sandner Früchte Online
Foto: Helga König
Physi-Naturprodukte
Foto: Helga König
 Manger Trouvé, Daniel Rietdorf
Foto: Helga König
 Zitronenlikör aus Sizilien

Fotos: Helga König