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Mittwoch, 21. November 2018

Bericht: Weinpräsentation in der Villa Kennedy, Frankfurt, Montag, 19. November 2018, von 15.00- 17.00 Uhr

Herta Stieglmar (Weingut JURIS, Burgenland),
 Helga König
Eine kleine Auswahl Deutscher Spitzenweingüter präsentierte am 19. November 2018 im repräsentativen Rahmen im 5 Sterne-Hotel  "Villa Kennedy" in Frankfurt hochwertige Weine einem  sichtlich interessierten Publikum. 

Rechtzeitig zum bevorstehenden Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel hatten Weinliebhaber Gelegenheit, sich genau zu überlegen, was sie an den Festtagen auf den Tisch bringen möchten. Es wurde viel verkostet, auch diskutiert und vor allem bestellt. 

Die #Villa_Kennedy ist ein Fünf-Sterne-Hotel in Frankfurt/Sachsenhausen und eines der schönsten und am ruhigsten gelegenen Luxushotels in der Bankenstadt. Hier also stellten  nachstehende Weingüter ihre Pretiosen vor: 

Weingut JURIS 
Weingut Adeneuer 
Weingut Aldinger 
Weingut Drautz-Able 
Weingut Hans Wirsching 
Weingut Dr. Heger 
Weingut Künstler 
Weingut Knipser
Weingut Salwey 
Weingut Schloss Proschwitz 
Weingut Schloss Saarstein 
Weingut Schloßgut Diel 

Bis auf das Weingut JURIS gehören alle angeführten und in der Villa Kennedy vertretenen Weingüter dem VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) an. 

 Axel und Herta Stieglmar, Weingut JURIS,
Burgenland
Das #Weingut_JURIS ist in Gols im Burgenanland in Österreich ansässig. Inhaber dieses Weingutes ist das charmante Winzerehepaar Axel und Herta Stiegelmar, das schon seit vielen Jahren nach Frankfurt kommt, um dort in der Villa Kennedy ihren Wein zu präsentieren. 

Die Familie Stiegelmar betreibt bereits seit 1571 Weinanbau in Gols. Dabei sind 80% ihrer Weine Rotweine und hier in erster Linie Pinot noir und St. Laurent. Die verbleibenden 20% Weißweine umfassen Chardonnay, Sauvignon blanc, Muskat Ottonel und Gewürztraminer. Die Selection umfasst Weiß- und Rotweine, die sich durch ihren primären Sortentypus auszeichnen. Die Reserve stammt von Reben, die mindestens 15 Jahre alt sind und deshalb mehr Mineralität und Eigenständigkeit zeigen. Ergänzt wird das Sortiment durch Süßweine, Sekte und Destillate. 

Mein erster Eindruck von einigen der vorgestellten Weine und dem Sekt Rosé dieses Weinguts  hat mich sehr neugierig auf eine andächtige Verkostung gemacht, denn in der Villa Kennedy alle Weine durchzuprobieren, dazu noch zu beurteilen und öffentlich darüber zu schreiben, halte ich für ein gewagtes und letztlich auch unfaires Unterfangen. 

 Christian Ebert, Schloss Saarstein
Gefreut habe ich mich, erneut die wunderbaren Weine vom Weingut Dr. Heger probieren zu dürfen, die mich immer wieder begeistern, weil sie stets ihr hohes Niveau halten. Schade, dass der Weltwinzer Joachim Heger nicht da sein konnte, ihm hätte ich gerne zum Klimawandel einige Fragen gestellt.

Spannend waren für mich die Weine von Schloss Saarstein aber auch das Gespräch mit dessen Inhaber Christian Ebert, der vortreffliche Rieslinge kreiert. Nicht unerwähnt allerdings soll bleiben, dass sein Gutswein, ein Pinot Blanc trocken bemerkenswert gut schmeckt. 

Den "2017 er Kalkmergel Chardonnay & Weißburgunder trocken"  aus dem Weingut Knipser möchte ich nochmals in aller Ruhe genießen. Mein spontaner Eindruck: außerordentlich gelungen. 

Die Weine aus dem Weingut Wirsching beeindrucken stets aufs Neue, auch hier gilt:  das Niveau ist gleichbleibend hervorragend.  Das auch kann man von den Weinen des Weinguts Künstler und  den Weinen von Schloss Proschwitz  ohne Bedenken sagen.

 Helga König, Armin Diel, Schlossgut Diel, Nahe
Die vorgestellten Weine von Schlossgut Diel habe ich fast alle probiert, während ich mich angeregt mit #Armin_Diel unterhielt, von dem man übrigens viel lernen kann und war begeistert wie vortrefflich die neue Generation dort im Schlossgut ihr Handwerk versteht. 

Die "Prestige Cuvée Victor Réserve" ist ein absoluter Festtagswein, den man sehr andächtig genießen sollte und der "Sekt Goldloch VDP. Große Lage Brut Nature" hat das Niveau hervorragender Champagner oder auch der Sekte, die in Österreich beispielsweise #Willi_Bründlmayer zu kreieren in der Lage ist.

Alle Weine, die auf der Verkostung angeboten wurden, sollten zu Hause mit Bedacht genossen werden, bevor man endgültig darüber urteilt.

 Marc Adeneuer,
Weingut J.J. Adeneuer
In dieser kalten Jahreszeit sorgen Rotweine natürlich für besonders großes Interesse wie man dies am Stand des  sehr herzlichen Ahrwinzers Marc Adeneuer unschwer erkennen konnte. 

Was erneut auffiel? Die Weingenießer, die man auf Degustationen antrifft, werden immer älter. Offenbar informieren sich junge Weinfreunde eher im Internet. Es kann nicht hinwegdiskutiert werden, dass der Zeitgeist auch hier deutlich erkennbar ist. 

Der eigentliche Marktplatz, auch für hochwertige Produkte, hat sich schon längst in den sozialen Netzwerken etabliert und er wird größer und immer attraktiver. Wer verkaufen möchte, findet dort seine Kunden, sollte sie dort abholen und mit ihnen kommunizieren.

Helga König

Montag, 29. Oktober 2018

Bericht zur kulinart 2018 - Genussmesse in Frankfurt am 27. und 28.10.2018 im Bockenheimer Depot

Cotrada  Malopasso
Foto: Helga König
Am 27/28.10.2018 fand in Frankfurt/Main im Bockenheimer Depot die kulinart 2018 zum 15. Mal statt. Auf dieser kleinen, aber feinen Messe mit rund 80 handverlesenen Ausstellern geht es um Authentizität. Die Manufakturen, die hier präsent sind, achten auf Qualität und Nachhaltigkeit im Herstellungsprozess ihrer Produkte und lassen die Besucher der Messe gerne an ihrem breitgefächerten Fachwissen teilhaben. 

Auch im diesjährigen Jubiläumsjahr der kulinart wurden regionale und internationale Spezialitäten angeboten und sogar vor Ort zubereitet.

Frankfurt assoziiert man nicht grundlos mit Apfelwein und der entsprechenden Kneipenlandschaft in Sachsenhausen. Um den Messerundgang traditionell zu beginnen, stand eine Verkostung am Stand vom "Obsthof am Steinberg" aus Frankfurt als erstes auf dem Programm. Bei Andreas Schneider, dem Inhaber dieses Obsthofes wird die Apfelweinkultur groß geschrieben. Bereits seit 1994 betreibt er kontrolliert biologischen Anbau von über 250 Obstsorten. Seine Apfelweine und sein Cidre schmecken exzellent, davon konnte man sich auf der Messe überzeugen. 

Physi-Naturprodukt
Foto: Helga König
Ein hohes Niveau auch haben die Grand Cuveés von Pomp und BioESS. Die Familie Höhl befasst sich seit 1779 mit ihrem Handwerk. Dabei sind das Edelste ihre Grand Cuvées Rosé und Blanc- eine historische Cuvée aus Rheingauer Rieslingsekt und Champagner- Reinette. Apfelessige werden bei Dr. Höhls auch hergestellt. Es sind sonnengereifte Äpfel, die auf regionalen Streuobstwiesen geerntet und zu erstklassigem veganem Apfelessig verarbeitet werden. 

Bembel Gin wurde von der Ship it GmbH angeboten. Kjetil Dahlhaus aus Butzbach-Ostheim wartete mit Apfelweinen Apfelweinmischgetränken, Apfelschnaps und Apfelschorle Natur auf. Seine Firma "Born in the Wetterau“ wurde auf der Internationalen Apfelweinmesse dreimal in der Folge- das letzte Mal in diesem Jahr- zum "Best of Apfelwein" gewählt. 

 Sergio Muto
Foto: Helga König
Neben sehr guten Ölen, Kaviar und Lachs und fein gewürztem elsässischen Speck, hatte man Gelegenheit an einigen Ständen italienische Köstlichkeiten zu probieren, so etwa von La Fattoria, die primär Delikatessen aus Kalabrien anbieten. Der Inhaber Sergio Muto wurde 2012 zum Pesto-Weltmeister gekürt. Seine Kreation schmeckt einfach vortrefflich, wie man sich auf der Messe überzeugen konnte.

Sehr delikat auch sind die Fischkonserven aus der Firma "Manger Trouve". Sardinen, Thunfische, Makrelen, Muscheln, Tintenfische aus Portugal und Spanien vom feinsten sind hier zu haben. Dazu ein gelungenes Design, was die Verpackung anbelangt. Daumen hoch. Erste Sahne.

 Riffelmanns Manufaktur GmbH
Foto. Helga König
Was noch? Tolle Senfe aus der "Riffelmanns Manufaktur GmbH". Diese Senfe werden in Handarbeit nach den traditionellen Kaltmahlverfahren hergestellt und schmecken sensationell. 

Der Rheingau Affineur veredelt Käse kleiner Produzenten in einem Jahrhundertealten Gewölbekeller in Eltville-Erbach . Diese wunderbaren Käse passen natürlich bestens zu einem guten Glas Wein. 

Hier möchte ich hervorheben die Weine am Stand von Château D`Arlus, einem Bioweingut im Südwestfranzösischen Gaillac, die Weine am Stand des Ovinho Portugal Import, die Weine am Stand des Weinguts Sandwiese in Worms und die Weine am Stand des Georgisches Weinimporteurs Kartli UG .  Sie alle sollte man probieren.

 Château D`Arlus
Foto: Helga König
Gourmetfleisch.de war auch auf der Messe und wurde dort sehr gut besucht und richtig spannend wurde es am Stand des Hoflädchens Ochsenschläger, dessen Produkte überzeugen. Ebenfalls überzeugt haben die angebotenen Produkte der Landfleischerei Opfer aus Ringgau, einer kleinen Manufaktur, die traditionelle Handwerkskunst mit modernster technischer Herstellung verbunden haben. 

Zuckerfreie Marmeladen vom Feinsten stellen Physi- Naturprodukte her. Diese Marmeladen haben ein geradezu umwerfendes Aroma. Dazu ein Guggenheimer Coffee, einer Rösterei aus Berlin und der Tag ist gerettet, weil man hellwach ist. 

Sollten noch Wünsche offen bleiben, dann bleibt noch Sandner edle Früchte aus Italien. Seine Früchte sind ein absoluter Geheimtipp, äußerst geschmackvoll und reich an Vitaminen. 

Diese und viele andere Köstlichkeiten machten die Messe zu einem Hochamt für alle, die gerne genießen,  natürlich auch die feinen Grand-Cru-Champagner aus Ambonnay. 


Text: Helga König
 Weingut Sandwiese,  Michaela Becker
Foto: Helga König
 Landfleischerei Opfer, Ringau
Foto: Helga König
 Die Trüffelmanufaktur
Foto: Helga König
 Sandner Früchte Online
Foto: Helga König
Physi-Naturprodukte
Foto: Helga König
 Manger Trouvé, Daniel Rietdorf
Foto: Helga König
 Zitronenlikör aus Sizilien

Fotos: Helga König

Sonntag, 14. Oktober 2018

Messebericht Helga König: Buchmesse Frankfurt 2018

 Helga König
An den Fachbesuchertagen der Frankfurter Buchmesse haben Händler, Journalisten und neuerdings auch Blogger aus aller Welt Gelegenheit, sich einen haptischen Eindruck von Büchern und anderen auf der Messe ausgestellten Produkten zu verschaffen, mit Verlagspersonal, vor allem auch mit Autoren zu sprechen, Lesungen zu besuchen und an Diskussionen teilzunehmen. 

Ziel ist, dass möglichst viele Produkte von Händlern geordert werden, d.h. die Auftragsbücher voll sind, denn nur so hat die Messe einen kommerziellen Sinn und den muss sie haben, weil es die Messestände nicht gratis gibt und der Gesamtaufwand für die Verlage überaus kostspielig ist. 

  #Deniz_Yücel , Journalist und Publizist
Foto: Helga König
Wie überall zu lesen ist, werden 60% der Bücher mittlerweile über das Internet bestellt. Für immer mehr Buchhändler bedeutet diese Tatsache das Aus, während der Internethai Amazon sich die Flossen reibt und den Verlagsmanagern vielschichtig Kopfschmerzen bereitet.

Es wundert also nicht, dass gespart werden muss, keine rauschenden Messefeste auf Kosten der Verlage mehr gefeiert werden und man auch an den Messe-Ständen beim abendlichen Umtrunk, zumindest mit Häppchen zurückhaltender  geworden ist. 

Jeder, der kaufmännisch denken kann, hat dafür Verständnis, obschon Rückzug in der Regel kein kluger Weg ist. 

Die Verlagsgruppe Random House weiß das und bietet immer mehr Verlagen ein neues Dach über dem Kopf. Diesen Schutz scheinen viele Verlage notwendig zu haben, weil die Forderungen des  alles verschlingen wollenden Hais nur von einem wirklich potenten Gegenüber in Verhandlungen auf ein erträgliches Maß zurechtgestutzt werden können. 

  #Dunja_Hayali, Journalistin, Autorin
Foto: Helga König
Bleibt abzuwarten, wer als nächster Verlag unter das Schutzdach Random House wechselt…Insider ahnen bereits wer es sein wird.

Mein erster Eindruck am Donnerstag war, dass im Vergleich zu den Vorjahren sich weitaus weniger Händler auf der Messe aufhielten, zudem vermisste ich die vielen jungen Blogger, die in den letzten Jahren der Messe ein frisches Aussehen verliehen. 

In Halle 3.0 hatten sich die Verlage Amazon und BoD mit gebundenen Büchern geradezu erschreckend ausgebreitet und lockten mit einem klugen Marketing neue Autoren an. Mit ihrer Strategie fischen sie die Zukunft der etablierten Verlage ab. Dies scheint noch nicht gesehen zu werden, weil man zu elitär in seinen Betrachtungen ist und offenbar den Wandel noch nicht begriffen hat. Mit neuen Büchern toter Autoren lässt sich keine Zukunft gestalten.

 Christian Ludewig, Delius Klasing
 Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Helga König

Interessant sind die Wege, die manche Verlage gehen, um im Hier und Jetzt sich neue Standbeine wachsen zu lassen. So erlebt man derzeit beispielsweise bei Delius Klasing wie hier wundervolle Bildbände für jüngste Musikgeschichte veröffentlicht werden. Einige dieser Bücher habe ich bereits auf "Buch, Kultur und Lifestyle" mit viel Freude rezensiert und nun von der Messe das grandiose Werk "Pink Floyd- Alle Songs- Die Geschichten hinter den Tracks" mitgebracht, das ich in den nächsten Tagen ebenfalls in unserem Online- Magazin vorstellen möchte. Das Faszinierende dieser Bücher besteht nicht zuletzt auch darin, dass sie mit den Youtube-Clips der beschriebenen Songs eine tolle Einheit bilden und insofern die Digitalisierung sich hier nicht als Feind des gedruckten Buches erweist, sondern als ihr Verkaufshelfer positiv in Szene setzt. 

PA Dr. Anselm Grün
Foto: Helga König
Der von mir überaus geschätzte Autor und Benediktinermönch Dr. Anselm Grün stellte sein neues Buch "Geschwisterbande" vor, das ich bereits vor einigen Wochen rezensiert habe. Dabei sprach er viel von Versöhnung, jedoch nicht um jeden Preis. 

Pater Anselm beeindruckt durch seine Authentizität, mit der er seine große Zuhörerschaft in eine geradezu himmlische Ruhe versetzt, die auf der Messe ansonsten selten in Erfahrung gebracht werden kann. 

 Martina Meuth- Bernd Neuner-Duttenhofer
Foto: Helga König
Ein Messefoto habe ich u.a. von den Autoren, Journalisten und Fernsehmoderatoren #Martina_Meuth, #Bernd_Neuner_Duttenhofer realisieren können, mit denen ich Facebook-befreundet bin und deren Bücher ich seit vielen Jahren sehr  zu schätze weiß.  Nach wie vor hoffe ich, dass es noch ein kulinarisches Reisekochbuch von diesen beiden Kennern über Flandern geben wird, weil es dort viel Schönes zu sehen gibt und  man dort zudem vortrefflich speisen kann. 

Beim Verlag TASCHEN traf ich Frau Dr. Waiblinger, mit der ich bereits ein Interview auf "Buch, Kultur und Lifestyle" gemacht habe. Die Publikationen von TASCHEN sind stets sehr bereichernd für alle, die Sinn für Kunst und Ästhetik haben. 

 Dr. Christine Waiblinger
TASCHEN
Foto: Helga König
Soviel nur: Die XXL Monographie zur Ausstellung "Jean-Michel Basquiat", die  am 03. Oktober 2018 - 14. Januar 2019 in der Fondation Louis Vuitton, Paris gezeigt wird, werde ich in Bälde auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorstellen. 

Auf dem Weg zu teNeues, einem weiteren Verlag, den ich sehr mag, entdeckte ich zu meiner Freude Sabine Schätzel, vom Weingut Kapellenhof, die gemeinsam mit  Dagmar Rückrich- Menger vom Weingut H.L.Menger Weine aus ihren Weingütern präsentierte. Exzellente Weine vom Weingut Kapellenhof haben wir bereits auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt und auch ein Interview mit dem Winzerehepaar gemacht. 

Gute Weine auf der Buchmesse zur Verkostung anzubieten, halte ich für eine sinnvolle Idee, denn wer gute Bücher liebt, weiß hochwertige Weine zu schätzen und ist gewiss bereit, einen angemessenen Preis dafür zu zahlen, weil er weiß, dass qualitativ Hochwertiges nicht für ein paar Cent zu haben ist.  

 Dagmar Rückrich- Menger vom Weingut H.L.Menger,
 Sabine Schätzel, vom Weingut Kapellenhof
Foto: Helga König

Bildbände von teNeues rezensieren wir seit nunmehr 8 Jahren auf "Buch, Kultur und Lifestyle". Auf der Frankfurter Buchmesse hat man jedes Jahr Gelegenheit, die Neuerscheinungen wunderschöner Publikationen von teNeues kennenzulernen. Gerade im Bereich der Bildbände ist ein Messebesuch dringend anzuraten, um einen Eindruck von der Qualität der Bilder zu erhalten, bevor man die Bücher ordert. 

Christine Sapuka Conner hat ein bemerkenswertes Buch über den Weltschauspieler Maximilian Schell geschrieben, ein Werk, das zwar auch Bilder enthält, in dem allerdings der Text an erster Stelle steht. Das Buch liegt mir hier bereits vor und macht  beim ersten  Durchblättern schon neugierig.

 Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer
Foto: Helga König
Ein besonderes Vergnügen natürlich war es für mich, meinen Freund Peter Schmidt aus Paris und meine Facebookfreundin, die Autorin Gabi Pörner  aus München auf der Messe zu treffen. Diese beiden intellektuellen Herzensmenschen zeigen stets, dass man im Netz durchaus auch sehr kultiviert miteinander umgehen kann. Dafür bin ich dankbar. 

Hocherfreut war ich, von Prof. Dr. #Dietrich_Grönemeyer  spontan ein Foto realisieren zu dürfen. Auf "Buch, Kultur und Lifestyle" habe ich bereits einige seiner Bücher vorgestellt und vor ein paar Jahren ein Interview mit ihm gemacht. Sein neues Werk "Weltmedizin" ist sehr aufschlussreich und verdeutlicht wie wichtig es ist, in jedem Metier über seinen Tellerrand hinauszublicken. 

Dank der von mir sehr geschätzten Frau Ahrend vom Ahrend-Medienbüro, lernte ich den Autor #Stevan_Paul persönlich kennen, dessen wunderbares Buch "Blaue Stunde" aus dem Verlag Brandstätter ich kürzlich rezensiert habe. Der Verlag lud am Donnerstagabend Fachbesucher und Journalisten zu einer "Blauen Stunde" zur gleichnamigen Buchvorstellung ein. Dieses Event war wirklich gelungen. 

 Stevan Paul, Autor
Foto: Helga König
Im Juli 2018 erschien der Roman "Ida" von Katharina Adler. Prof. Dr. #Gesine_Schwan hat gemeinsam mit der Autorin auf das Buch sehr neugierig gemacht. Diese Unterstützung  für eine junge Autorin hat mir ebenso gefallen wie die Ausstrahlung der sehr herzlichen Professorin.

Lesen werden ich ganz gewiss auch Texte von #Joshua_Schössler. Der junge Autor ist hr2-Literaturpreisträger 2017 und las am Stand von Thüringen, ein Geheimtipp übrigens für alle die in Ruhe eine Tasse Kaffee genießen wollen. 

  #Frank_Schätzing, Bestsellerautor
Foto: Helga König



Spannender als die Messehalle von Georgien, fand ich die Präsentation georgischer Weingüter in Halle 3. 

Dass der Winzer Kachaber Gurieli aus Tbilisi  deutsch sprach, war besonders erfreulich, weil man dadurch viel über den georgischen Weinanbau in Erfahrung bringen konnte. Sein Rotwein mundete übrigens vortrefflich.

Gefreut habe ich mich den Journalisten und Publizisten Deniz_Yücel fotografieren zu dürfen, weil er eine wirklich tolle Aura hat, die deutlich macht, dass er sehr weltoffen ist. 

Authentizität und Herzlichkeit sind auch die Eigenschaften, die mir bei der Journalistin und Fernsehmoderatorin Dunja_Hayali sofort in den Sinn kamen,  Yücel und Hayli  sind  erkennbar  tolerante Weltbürger mit viel Weitblick.

 #Miroslav_Nemec,Schauspieler, Autor
Foto: Helga König

Dunja_Hyalis  neues Buch "Haymatland" werde ich in diesem Jahr noch lesen und rezensieren. Ihre Ausführungen auf der Messe überzeugten mich.

Der Bestsellerautor #Frank_Schätzing, stellte bei der ZEIT sein neues Buch "Die Tyrannei des Schmetterlings" vor, das man ebenso gelesen haben sollte wie den Psychothriller "Kroatisches Roulette" des Schauspielers und Autors #Miroslav_Nemec, wenn man Spannung auf intellektuell zufrieden stellendem Niveau sucht. 

Was noch? Ein nettes Gespräch mit #Henry_Nold  hat mich auf seinen "#Vortex_Garten" und das "Haus Martinus" auf der Mathildenhöhe in Darmstadt aufmerksam gemacht.. Dieser  Privatgarten ist ein Gesamtkunstwerk, das heutige ökologische, philosophische sowie politische Fragen aufwirft  und nach Antworten sucht.

Helga König

Donnerstag, 20. September 2018

Ankündigung: Verleihung des Geschwister- Scholl -Preises 2018 an Prof. Dr. Götz Aly für sein Buch "Europa gegen die Juden. 1880 – 1945"

 Prof. Dr. Götz Aly
Foto: Andreas Labes
Es ist den Redakteuren von "Buch, Kultur und Lifestyle" eine besondere Freude,  allen Lesern mitteilen zu dürfen, dass Prof. Dr. Götz Aly für  sein Buch "Europa gegen die Juden. 1880 – 1945" (S. Fischer) am 19.11.2018 mit dem "Geschwister-Scholl-Preis 2018" ausgezeichnet wird.

Zu diesem Buch hat unser Redaktionsmitglied Peter J. König im letzten Jahr eine Rezension auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" verfasst, (anbei der Link zu Rezension: "Europa gegen die Juden. 1880 – 1945") und auch ein viel gelesenes Interview mit dem Autor realisieren können, (anbei der Link zum Interview: Peter J. König im Gespräch mit Prof. Dr. Götz Aly über sein Buch "Europa gegen die Juden. 1880 – 1945".)

In der Jury-Begründung heißt es: "Die Erforschung der Verbrechen des Nationalsozialismus hat der Historiker Götz Aly mit bedeutenden Büchern vorangetrieben, darunter ‚Vordenker der Vernichtung‘ (1991, mit Susanne Heim), ‚Hitlers Volksstaat‘ (2005) und ‚Warum die Deutschen, warum die Juden?‘ (2011). In seinem jüngsten Buch ‚Europa gegen die Juden. 1880-1945‘ zieht er eine Art von Summe – indem er eine markante These zu den Möglichkeitsbedingungen des Holocaust umfassend belegt und begründet, mit ganz Europa im Blick. Der Antisemitismus war demnach nicht die Sache einer Minderheit von irrationalem Hass getriebener Fanatiker. Für die Verdrängung der Juden aus dem bürgerlichen Leben gab es rationale Gründe – rational im Sinne von: erklärbar, aus den materiellen Interessen derjenigen, die von der Beseitigung der Konkurrenz profitierten. Mit verblüffendem Effekt zitiert Aly aus der prophetischen Geschichtsschreibung des bayerischen Finanzbeamten Siegfried Lichtenstaedter, der 1942 in Theresienstadt ermordet wurde. Es war möglich, den Holocaust vorauszusagen. Dann hätte er auch verhindert werden können. Und dann sollte es wenigstens möglich sein, ihn zu erklären.

Der Neid auf die als besonders tüchtig wahrgenommenen Juden ist auch nach Aly nicht die einzige Ursache dafür, dass Vorurteile im Völkermord kulminierten. Aber von dieser Ursache ist zu selten die Rede: So hässlich der Neid aussieht, er ist mit Werten verknüpft, die heute noch hochgehalten werden. Einwanderungsbeschränkungen und Berufsverbote waren sozialpolitische Maßnahmen, die in Gesellschaften des massenhaften sozialen Aufstiegs im Namen der Chancengleichheit ergriffen wurden. Heute wird in der Flüchtlingspolitik ein Widerstreit zwischen humanitären Imperativen und sozialstaatlichen Besitzständen beschworen. Alys Kapitel über die Konferenz von Évian 1938 liest sich in diesem Sinne als Lehrstück. Welche Lehre daraus zu ziehen ist, müssen Leserinnen und Leser selbst entscheiden. In einem Zeitungsartikel über Évian hat Aly in diesem Sinne den Historiker Aly vom Bürger Aly unterschieden. Der Historiker hat die Forschung als Außenseiter geprägt, ohne Lehrstuhl und Apparat. Der Bürger sucht als Publizist den Streit, weil er auf dessen klärende Wirkung setzt. Manchmal streitet der Historiker Aly sogar mit dem Bürger Aly. Auch damit setzt Götz Aly ein Beispiel für geistige Unabhängigkeit und intellektuellen Mut.“ 

Götz Aly, geboren 1947, ist Historiker und Journalist. Er arbeitete u.a. für die „taz“, die „Berliner Zeitung“ und als Gastprofessor. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern e.V. und die Landeshauptstadt München vergeben 2018 den mit 10.000 Euro dotierten Geschwister- Scholl-Preis zum 39. Mal. Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, jährlich ein Buch jüngeren Datums auszuzeichnen, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. 

Zu den Preisträgern zählten in den letzten Jahren unter anderem Hisham Matar, Garance Le Caisne, Achille Mbembe, Glenn Greenwald, Otto Dov Kulka, Liao Yiwu, Joachim Gauck, Roberto Saviano, David Grossman und Anna Politkovskaja. 

Der Geschwister-Scholl-Preis wird im Rahmen des Literaturfests München vergeben. 

Die Preisverleihung findet am 19. November 2018 in der Großen Aula der Ludwig- Maximilians-Universität statt. 

Götz Aly Europa gegen die Juden 1880 – 1945 
S. Fischer
432 Seiten, 
€ 26,00 ISBN: 
978-3-10-000428-4
Überall im Fachhandel erhältlich

Onlinebestellung: S. Fischer oder Amazon
Europa gegen die Juden: 1880 - 1945

Montag, 17. September 2018

Ankündigung: Star Jazz Festival * 12. - 13. Oktober 2018 * Miralles-Saal in Hamburg

Mit dem "Star Jazz Festival" etabliert sich ein weiteres Kleinod in der an Festivals so reichen Stadt Hamburg – und birgt mit beispielhaftem Konzept und formidabler Besetzungsliste eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenze hinaus. Geboren aus den Ideen des künstlerischen Leiters Vladyslav Sendeckis und wertvollen Anregungen aus den Kreisen des Mäzens Orlen Deutschland GmbH (deren STAR Tankstellen allen ein Begriff sind), sowie in Kooperation mit der Jazz Federation Hamburg fiel im vergangenen Jahr der Startschuss für das Star Jazz Festival. An zwei Tagen Ende Oktober 2017 wurde der Miralles-Saal im Hamburger Stadtteil Harvestehude mit seinen rund 400 Plätzen zum Mekka für hochkarätigen Jazz mit Fokus auf Deutschland und Polen – so das letztjährige Motto des Festivals

Am 12. und 13. Oktober 2018 wird der Miralles-Saal des Star Jazz Festivals nun erneut zum Schauplatz eines musikalisch konzeptionellen Highlights, das in diesem Jahr über ein rein konzertantes Jazzerleben weit hinaus geht und sich den Möglichkeiten der multimedialen Performance öffnet.

Leitthema des diesjährigen Star Jazz Festivals ist PERSPEKTIVEN: Mikrokosmos - Makrokosmos

Als Ausgangspunkt dient ein einfacher Begriff, dessen Definition jedoch so variabel wie emotional bedeutsam ist, sich von kleinster Einheit bis hin zum globalen Umfang anwenden lässt: Das Land. Einzig die Sicht darauf – die Perspektive - ist das Maß der Dinge. Hierzulande, auf dem Land, außer Landes, aus aller Herren Länder, Land unter, Festland, Kontinent, Staatsgebiet, Landstrich, Ackerland, Scholle... Ein weites Feld, ein spannungsreiches Thema. Das uns alle betrifft. Und uns über alle Grenzen hinweg miteinander verbindet. Weltweit. - Wie sonst nur die Musik es vermag...

Mit dieser Vision lädt der aus Polen stammende Vladyslav Sendecki, Komponist und Arrangeur, Pianist und künstlerischer Leiter des Star Jazz Festivals, Künstler aus seinem direkten Umfeld der Hamburger Jazz- und Klassik-Szene, sowie europa- und weltweit renommierte Musiker in seine Wahlheimat Hamburg ein. Seine für das Festival entstandenen Kompositionen ziehen sich, gleich eines roten Fadens, durch das zweitägige Konzertgeschehen – bieten zugleich Klammer und Freiraum für entstehende Interaktionen und Improvisation von und mit seinen Gästen.

Mikrokosmos – Makrokosmos...

Den Auftakt machen Maciej Obara (alt-, tenorsax) und Dominik Wania (p). Zwei Musiker aus Polen, Großmeister ihres Fachs, deren so kraftvoll, wie reich facettiertes Zusammenspiel im Mikrokosmos des Duos zur vollen Blüte treibt.

Weiterer Programmpunkt am ersten Festivaltag ist das zu diesem Anlass von Vladyslav Sendecki ins Leben gerufene multimediale Projekt Motion Ensemble of Hamburg. Hier vereinen sich erstklassige lokale Bläser und Streicher, die gemeinsam mit Reiner Winterschladen (trp), Jürgen Spiegel (dr, perc) und Vladyslav Sendecki (p, rhodes, seaboard) auf die Bühne gehen. Der Klangkörper interagiert mit den Bildern des von Dokumentarfilmer Timo Grosspietsch kreierten Films Land – es unterstreicht mit grenzüberschreitenden Klänge aus Jazz, Klassik, Neuer Musik und Elektronics die bildpoetische Erzählung in Detail- und Weitwinkelperspektive dieser Dokumentation. Das Publikum wird unmittelbar in den kreativen Prozess hineingesogen – Klang- und Bildsprache verschmelzen in seiner Wahrnehmung zur metaphysischen Einheit.

Am zweiten Festivaltag öffnet sich u.a. das Objektiv zum Weitwinkel und fokussiert auf The Club of Continents. Mit den geladenen Musikern Saliou Cissokho (kora, kalabass) aus Afrika, Guo Yazhi (woodwinds) aus China/U.S.A., Nils Petter Molvaer (trp, electronix) aus Norwegen, Mino Cinelu (perc) aus Frankreich/U.S.A./Martinique und Gastgeber und Leiter des Ensembles Vladyslav Sendecki (p, seabord, electronix) aus Polen/Deutschland betritt eine ungewöhnliche, in dieser Zusammenstellung einmalige Künstlerriege gemeinsam die Bühne. In dieser Konstellation, geeint durch Kreativität, gegenseitigen Respekt und die Lust am gemeinsamen Schaffensprozess, lassen sie Grenzen vergessen und laden ein zu einem faszinierenden musikalischen Abenteuer. Ein Parforceritt komplexer Rhythmen, magischer Soundcollagen, virtuoser Improvisationen auf der Basis tiefen musikalischen Verstehens wartet auf das Publikum – und die Akteure!

Freitag, 20. Oktober 2017

Preisverleihung des Verbandes Weinfeder e. V. an Armin Diel und an die Initiative Twin Wineries, am 19.10. 2017 in Mainz

 von links nach rechts:  Romana Echensperger
(Master of Wine), Eva Raps (Weingut Lang-Kaufmann),
Renée Salzman (Gründerin der Initiative Twin Wineries)
Helga König (Chefredakteurin  (Buch, Kultur und Lifestyle) 
Gestern Abend wurde in Mainz in der Rheinhessenvinothek Proviantamt seitens des Verbandes Weinfeder e. V.   der Preis der Deutschen Weinkritik an "Twin Wineries" verliehen, zudem wurde Armin Diel als "Weinpersönlichkeit des Jahres" ausgezeichnet. 

Der Verband "Weinfeder e. V." vereinigt deutschsprachige Weinpublizisten. Zu ihnen zählen Weinjournalisten, -autoren, -redakteure, -kritiker, -verkoster. Gegründet wurde der Verband im Jahre 2000 aufgrund der Initiative des Journalisten und Autors Wolfgang Junglas. 

Die Rheinhessenvinothek Proviantamt ist ein Weinlager mit Weinverkauf in Mainz. Hier werden offene Weine von 130 rheinhessischen Weingütern und 400 Flaschenweine zur Verkostung angeboten und zwar vom Schoppenwein bis zum Großen Gewächs. 

 Prinz Michael zu Salm-Salm und Armin Diel
Zu Beginn der Veranstaltung sprach Wolfgang Junglas als Laudator zur Vergabe des Preises "Weinpersönlichkeit des Jahres" an Armin Diel und skizzierte die Vita dieses umtriebigen Weinjournalisten und Winzers, der lange Zeit Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide Deutschland war und als Präsidiumsmitglied des VDP- Verbands viel für das weltweite Ansehen des Deutschen Weins unternommen hat. Er selbst erinnerte bei der Entgegennahme des Preises daran, welchen hervorragenden Ruf Riesling und Sekt aus Deutschland vor weit mehr als 100 Jahren bereits hatte und wie wichtig es ihm immer wieder war und ist, genau daran anzuknüpfen. 

links: Romana Echensperger, rechts Renée Salzman
Im Anschluss an diese Preisverleihung sprach Romana Echensperger als Laudatorin zur Vergabe der Preises der Deutschen Weinkritik an "Twin Wineries". Romana Echensperger ist Master of Wine und Autorin des von mir kürzlich rezensierten, wunderbaren Buches "Von wegen leicht und lieblich- Das ultimative Weinbuch nur für Frauen".






 Andrea Wirsching
(Weingut  Hans Wirsching)
Zu  "Twin Wineries" habe ich ebenfalls kürzlich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" zwei Interviews realisieren können. Einerseits mit der Gründerin der Initiative Renée Salzman (anbei der Link zum Interview mit ihr) und zum anderen mit der bekannten und herzlichen Winzerin Andrea Wirsching vom Weingut Hans Wirsching, das eines der mittlerweile 18 deutschen Twin-Partner ist (anbei das Interview mit Andrea Wirsching). 

Der Israelin Renée Salzman geht es um die Aussöhnung des israelischen Volkes  mit dem deutschen Volk. Dabei ist der Wein ein hervorragendes Medium, um dieses Ziel zu erreichen, denn Wein öffnet die Herzen und weitet, in Maßen genossen, den Verstand. An beidem hat es den meisten Deutschen in der Nazi-Zeit leider total gemangelt. 

Renée Salzman definiert in ihrem Interview Die "Twin Wineries Initiative wie folgt: 


 von links nach rechts: Rénee Salzman, Romana Echensperger,
Wolfgang Junglas, Eva Raps
"Die "Win Wineries Initiative" ist eine Partnerschaft zwischen deutschen und israelischen Winzern und Weingütern. Sie dient dazu, beide Länder und Kulturen besser kennen- und verstehen zu lernen (vor allem im Weinbau), die Aus- und Weiterbildung zu fördern und Wein-Know-How auszutauschen, Freundschaften zu entwickeln, und die Weine beider Länder bekannter zu machen. Dies wird in Form von gegenseitigen Besuchsreisen vertieft. Alle "vermählten" Weingüter erhalten eine hebräische-deutsche Messingtafel, die beim Weingut, meistens in der Vinothek, platziert wird und auf die Partnerschaft hinweist. 

 Es spricht am Mikrophon:
 Sandra Simowich (General-Konsulin  des Staats Israel)
Seit Gründung der Initiative in 2008 hat sich durch individuelle und gemeinsame Besuche ein reger Austausch zwischen den Partner-Weingütern entwickelt. Mit abwechselnden Weingipfeln in Deutschland und Israel sowie regionalen Veranstaltungen der Weingüter soll in beiden Ländern zudem eine größere Öffentlichkeit erreicht werden. Wein ist ein guter Botschafter, durch den Menschen in ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen. 

Die "Twin Wineries Initiative" soll dazu beitragen, dass durch die Begegnung von Weinerzeugern und Weingenießern neue Freundschaften zwischen den Angehörigen beider Länder entstehen. Nach dem Vorbild von Städtepartnerschaften haben sich mehrere renommierte Winzer aus Deutschland und Israel im Rahmen der "Initiative Twin Wineries" zu Partner-Weingütern zusammengeschlossen. Sie verbindet nicht nur das gemeinsame berufliche Interesse, sondern auch der Wunsch, zur Verständigung beider Länder beizutragen." 

 Eva Raps
Weingut Hans Lang Urban Kaufmann
Renée Salzman hat für die 17 israelischen Weingüter den Preis entgegengenommen und Eva Raps vom Weingut Hans Lang- Urban Kaufmann für die 17 deutschen Twin Partner. 

Auch  für Eva Raps, die schon mehrfach Israel bereiste, ist die Versöhnung der beiden Völker eine Herzensangelegenheit.  

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling und die General-Konsulin des Staats Israel Sandra Simovich sprachen ebenfalls an diesem Abend, nicht zuletzt auch anlässlich des 18. Twin-Paares, das in der Rheinhessenvinothek Proviantamt bekanntgegeben wurde.

Es handelt sich um das in Haifa gelegene Weingut "Vortman Winery" und um das in Mainz ansässige Weingut Bernhard Stenner. Dazu sollte man wissen, dass Mainz darüber hinaus die Partnerstadt von Haifa ist. 

Nach der Ehrung konnten die Gäste in fröhlicher Runde bei Weinen aus Twin-Weingütern plaudern und einen Imbiss einnehmen. 

So funktioniert Völkerverständigung, die die Basis für ein friedliches Miteinander ist. 

Helga König

 von links nach rechts: Reneé Salzman, Hai Vortman,
Malenka Stenner, Eva Raps, Wolfgang Junglas


 Michael Junglas












 Maren Steege
Repräsentantin  des Generalkonsulats
des Staates Israel in Baden -Württemberg


links: Sandra Echensperger, rechts: Helga König 




 Bildmitte: links Sandra Simowich, rechts: Andrea Wirsching 












Prinz Michael  zu Salm-Salm und Armin Diel



Text und Fotos by Helga König


Sonntag, 15. Oktober 2017

Bericht von der Frankfurter Buchmesse 2017- Helga König

 Helga König
Chefredakteurin
"Buch, Kultur und Lifestyle"
Jeder geht wohl mit anderen Erwartungshaltungen auf die #Frankfurter_Buchmesse_2017, in deren Zentrum noch immer das gedruckte Buch steht, das sich hier in seiner gesamten Vielfalt einer Leserschaft zeigt, die aus aller Welt nach Frankfurt reist, um zu schauen, zu staunen, zu ordern, zu hören und auch zu diskutieren.

Damit Bücher ihren Weg finden, müssen sie kommuniziert werden, nicht nur durch Werbeanzeigen und Rezensionen oder nach Lesungen, sondern auch beiläufig als Lesetipp im Small-Talk. Wenn es nicht gerade ein viel umjubelter Hype ist, brauchen Bücher Zeit, um ihren Weg zu finden und dürfen nicht zu Saisonartikeln verkommen, weil ein hektischer Markt den rasanten Lauf diktiert, für den das "Buch" nur noch eine Ware mit kurzer Haltbarkeitsdauer ist, die es rasch zu vermarkten gilt, um Platz für Neues zu schaffen.

 Helga König und Peter J. König
(Redaktionsmitglieder
von "Buch, Kultur und Lifestyle")
Ob die Bücher von Goethe, Schiller, Thomas Mann, Hermann Hesse, auch von Heinrich Heine, Günther Grass und Heinrich Böll im Heute einen die Zeiten überdauernden Weltruhm erlangen würden, möchte ich bezweifeln. Vielleicht wäre das ein oder andere Meisterwerk wegen anfänglich zu geringer Auflagezahlen sogar eingestampft worden. Büchern einen Raum zu geben, sie nach ein paar Monaten als Endverbraucher nicht wie alte Socken der Papiertonne oder dem Secondhandmarkt zu überlassen, setzt voraus, dass man überdenkt, ob es wirklich sinnstiftend ist, alles immerfort loszulassen und so dem Prinzip der Bindungslosigkeit zu huldigen, das unsere Gesellschaft in den letzten Jahren krank gemacht hat. 

Bücher haben einen Wert an sich, der über den Marktwert hinausgeht. Wer diesen zu schätzen weiß, für den ist die Frankfurter Buchmesse ein Hochamt des Wahren, Guten und Schönen.

 Dr. #Joachim_Unseld (rechts)
Frankfurter Verlagsanstalt
An den Händlertagen ist die Bloggerszene mittlerweile völlig in das Geschehen eingebunden, weil zwischenzeitlich allen klar ist, dass durch diese Szene das Buch im Netz am nachhaltigsten kommuniziert wird. Die sozialen Netzwerke bieten die Transportwege zu den konkreten Zielgruppen an, die auf diese Weise mit immer wieder neuen und auch älteren Texten zu genau deren Interessenfeldern bestückt werden können. Dies ist ein unschlagbarer Service. Blogger helfen einander bei der Verbreitung ihrer Texte in den sozialen Netzwerken und verstehen sich nicht als Konkurrenz, weil sie begriffen haben, dass der Markt riesengroß ist und jede Bloggerplattform ein Unikat darstellt. Das unterscheidet sie übrigens von dem alten Rezensentenforum  auf Amazon, das auf Feindschaft angelegt war und ganz offensichtlich an abgründige Eigenschaften von einem gewissen Menschentypus appellierte, um so einen Hype über ein  absurdes Gladiatorengetümmel zu produzieren.  Ein solcher Hype schadet aber letztlich dem Buch mehr als es nützt. Leser wollen zudem wissen, wer schreibt. Anonymes Schreiben deutet auf Fakes hin und macht per se misstrauisch. Die Zugriffszahlen der Bloggeraccounts in den sozialen Netzwerken machen deutlich, wohin der Zug gefahren ist und wo die Musik seither spielt.

 Dr. P. Anselm Grün (links) an Stand
des "Vier-Türme-Verlags"
Donnerstag und Freitag waren  für "Buch, Kultur und Lifestyle" in diesem Jahr die Buchmessetage. Dabei besuchten wir zunächst das Lesezelt, um Pater #Anselm_Grün zu lauschen. Er stellte sein  neues Werk "Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" dort vor, das im Vier-Türme-Verlag erschienen ist und das ich in Bälde auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensieren werde. Dem Benediktinermönch geht es in seinem Werk darum, dem Leser zu helfen, die Angst vor dem Unbekannten zu verlieren, mit Fremden angemessen umzugehen und christliche Werte wie Gastfreundschaft und Nächstenliebe zu leben. 

 HK und Pater Zacharias 
In Zeiten der digitalen Revolution ist es für uns alle notwendig, die Angst vor dem Unbekannten zu verlieren. Wir alle müssen mit einer neuen Form von Öffentlichkeit umzugehen lernen, die ein Jungbleiben im Geiste erforderlich macht und damit eine Lebendigkeit, die zu kultivieren, ganz eindeutig mehr Lebensqualität, auch im fortgeschrittenen Alter verspricht. 

Am Stand vom "Vier-Türme-Verlag" dann gab es viel zu schauen und die Fröhlichkeit in sich aufzunehmen, die von allen Benediktinermönchen ausgeht, was wohl den Benediktinerregeln geschuldet ist. Schon jetzt bin ich neugierig auf die Bücher von Pater Zacharias, die ich neben den Werken von Pater Anselm in den kommenden Monaten auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorstellen werde. 

 Peter J. König (links), Ulrich Wickert (rechts)
Gefreut hat sich das Redaktionsmitglied Peter J. König über das Gespräch mit #Ulrich_Wickert zu dessen neuem Buch "Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen",  zu dem P.J.K bereits eine Rezension auf "Buch, Kultur und Lifestyle" verfasst hat. Ein Interview dazu folgt noch. Das Werk gehörte übrigens auf der Messe zu jenen, die in aller Munde waren und das gewiss mit hohen Auflagezahlen rechnen darf. 

Da man die Fülle der Verlage und Bücher nur bedingt in sich aufnehmen kann, bleibt einem als Messebesucher nichts anderes übrig, als punktuell  bzw. strategisch vorzugehen. Wir entschieden uns zunächst die Halle aufzusuchen, in der Frankreich sich mit seiner Bücherwelt präsentierte.

 Unsere Bücherfreunde aus Frankreich
Regalkonstruktionen beeindruckten im gesamten Raum. Bücher und Leser wurden hier gekonnt auf  gleiche Augenhöhe gebracht. Die Botschaft, die bei mir ankam: Frankreich ist das Land, das Bücher aufbewahrt, weil es ihren Wert an sich schätzt und nie vergisst, dass Denis Diderot, Rousseau und Voltaire ihre Gedanken auf diese Weise Jahrhunderte lang verbreiten konnten, weil ihre Bücher nicht achtlos nach einem halben Jahr entsorgt wurden. 

#Michel_Houellebecq hätte ich gerne fotografiert und seine klugen Augen auf "Buch, Kultur und Lifestyle" verewigt… Leider war er nicht anwesend, jedenfalls zu besagtem Zeitpunkt nicht. Vielleicht im nächsten Jahr...  

#Johann_Lafer
Die großen Verlage haben wir alle besucht. Dabei sind uns einige Bücher aufgefallen, die wir in den kommenden Monaten auf jeden Fall im Onlinemagazin vorstellen werden. Sie hier alle aufzuzählen unterlasse ich, weil die Redaktion von "Buch, Kultur und Lifestyle" gerne immer auch mit ihren Texten überrascht. 

Beim Verlag  teNeues, der in diesem Jahr wieder wunderbare Bücher auf den Weg gebracht hat, fotografierte ich den Star-Koch #Johann_Lafer, mit dem ich bereits einige Interviews realisieren konnte, während die Pressechefin des Verlags Andrea Rehn und Peter J. König sich angeregt über die Bücher unterhalten haben, die die Redaktionsmitglieder auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorstellen. An dem Donnerstagnachmittag war der Stand trotz vieler Händlerbesuche noch überschaubar. Das aber änderte sich entscheidend am Freitag ab 15. 30 Uhr…
 Andrea Rehn (Pressechefin teNeues) und P.J.K.


Auffallend zahlreiche Chinesen (sogar ein Ehepaar in chinesischer Tracht) fielen uns auf der Messe auf und ich freute mich, dass es in unserem Onlinemagazin auf allen Seiten einen Button gibt, auf dem "Translate" steht. Man kann unsere Texte sogar in Chinesisch lesen, dank der globalen Gestaltungsausrichtung von Google. 


Bei dtv zum Umtrunk am Spätnachmittag trafen wir u.a. den Schweizer Autor  Nicola Bardola, den ich vor Jahren in Frankfurt kennen gelernt habe, als Yoko Ono ihre Werke in der Schirn ausstellte. Er hatte damals ein Biographie über diese tolle Frau verfasst. Das Buch "Yoko Ono" rezensierte ich  wenig später und konnte auch ein Interview mit dem Autor realisieren. 

 P.J.K (links), Nicola Bardola (rechts)
Der Abendspaziergang dann führte uns ins Literaturhaus an den Main zum Empfang von S. Fischer. Der Verlag hat auch in diesem Jahr einen wunderbaren Abend gestaltet, der den Besuchern gewiss noch lange in Erinnerung bleiben wird. Natürlich haben wir #Roger_Willemsen vermisst, der als großer Autor des S. Fischer Verlags  einfach all seinen Lesern fehlt.



 Empfang von S. Fischer
 im Literaturhaus















Freitag, 13.10.2017

#Patricia_Riekel
Chefredakteurin "Bunte"
Freitags dann galt mein erster Besuch der Verlagsgruppe "Random_House", weil wir speziell aus deren Verlagssortiment immer viele Bücher auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" vorstellen. Gerade vor einigen Tagen habe ich den Jubiläumsband "#Bunte – Republik Deutschland" rezensiert und war begeistert, die Chefredakteurin der "Bunten" #Patricia_Riekel für "Buch, Kultur und Lifestyle" fotografieren zu können. Selten habe ich eine solch ungemein sympathische Frau wahrgenommen, deren Augen mich vom ersten Moment an fasziniert haben: Seele pur. 
 Frank Behrendt






Bei Random House traf ich auch den äußerst charmanten Autor #Frank_Behrendt, dessen Ausstrahlung mit jener von Patricia Riekel verwandt ist. Auf sein neues Buch "Die_Winnetou_Strategie" freue ich mich schon jetzt und auch auf das Interview, das man in Bälde im Zusammenhang mit der Rezension auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" lesen kann. 







 #Gina_Arend
Sehr inspirierend war das lange Gespräch mit  #Gina_Arend, Inhaberin vom Arend Medienbüro. Sie betreut mit ihrem Team viele spannende Verlage und auch Kalenderhersteller. Nirgendwo sonst werden Kalender so stark geschätzt  wie in Deutschland. Die Kunstkalender sind teilweise so hochwertig, dass man die Bilder später rahmen kann, andere kleinformatigere Kalenderbilder können als Postkarten verschickt werden. Neben dem Sinn für das Schöne haben die Deutschen schon immer auch einen Sinn für das Praktische besessen. Kein Wunder, dass wir eine solche Affinität zu diesem Produkt haben, mit dem man einem Raum zudem von Monat für Monat ein neuen Ausdruck schenken kann. Auf "Buch, Kultur und Lifestyle" stellen wir deshalb stets auch ausgesuchte Kalender vor.




 #Udo_Lindenberg
Am Freitag  um 15.30  Uhr dann war der teNeues Stand nicht mehr zu sehen. Pressefotografen soweit das Auge reichte… Alle  hofften auf #Udo_Lindenberg, denn der Verlag wartet in diesem Herbst mit einem Bildband von ihm auf. Irgendwann nach 16 Uhr traf er mit seiner Entourage ein. Da er immerfort seine Hände bewegte und mich deshalb sonderbarerweise an einen Zauberer aus Kindermärchen erinnerte, war es schwierig ihn zu fotografieren, zumal alles sehr schnell ging und unglaublich wuselig war. 
Alle wollen Udo  fotografieren.





Nachdem ich das Foto in der Kamera hatte, habe ich mir die Menschenmenge angeschaut, die sich immer noch vermehrte und fragte mich, was ein Buchpreisträger schreiben müsse, um einen solchen Hype zu erzielen? 







 Tina Soliman(links), Frau  Klett (rechts)
Eine große Freude bereitete es mir, mit der Autorin #Tina_Soliman und Frau Klett beim Klett Cotta-Verlag zu plaudern. Tina  Solimans Bestseller "Funkstille"  und "Der Sturm vor der Stille" sind dort verlegt worden. Es wird ein neues Buch geben, hat sie verraten. Bin jetzt schon gespannt, worüber sie demnächst schreiben wird, denn ihre Sachbücher bestechen durch Nachdenklichkeit und sind überaus lehrreich. 

Die Eindrücke von der Buchmesse 2017 waren wie immer vielfältig. Nicht grundlos habe ich heute Morgen einen Tweet zur Buchmesse verfasst, den ich weniger als Fazit, denn als Botschaft verstanden wissen möchte:

"Die Frankfurter Buchmesse ist die rote Karte für Fremdenfeindlichkeit, denn sie ist die Verneigung vor dem globalen Wissen." 

 Helga König